Das Projekt umfasste die Sanierung zweier landwirtschaftlicher Anlagen im westlichen Umland von Deir ez-Zor. Sie versorgen mehr als 12.000 Dunam (1.200 Hektar) landwirtschaftliche Nutzfläche und 1.050 Landwirte in Jazrat Abu Humaid mit Bewässerungswasser. In Jazrat al-Milaj profitieren weitere 11.000 Dunam (1.100 Hektar) Anbaufläche und mehr als 1.250 Familien von der Wasserversorgung.

Das Projekt wurde vom 11. Juni bis zum 11. Dezember 2019 durchgeführt.

Im Rahmen des Projekts wurden folgende Arbeiten abgeschlossen:

  • Sanierung von 24 Motoren und 24 Pumpen.
  • Austausch beschädigter Rohrleitungen mit unterschiedlichen Durchmessern auf einer Gesamtlänge von 861 Metern.
  • Sanierung von 11 Betonbecken.
  • Reinigung und Entschlammung von Bewässerungskanälen auf einer Gesamtlänge von 14.750 Metern.
  • Austausch einer 408 Meter langen Rohrleitung mit einem Durchmesser von 24 Zoll.
  • Versorgung der Motoren mit Diesel und Schmieröl für einen Zeitraum von sechs Monaten.

Ali al-Hassoun, Leiter des Projekts, berichtet über die wichtigsten Erfolge:

„Das Projekt hat zur Stabilisierung der Region beigetragen, indem es die landwirtschaftlichen Erträge durch die Wiederherstellung der notwendigen Bewässerungsinfrastruktur gesteigert hat.

Ein Beispiel dafür ist der zweite Anschluss in al-Zour al-Sharqi, über den heute 250 Dunam Land bewässert werden. Diese Flächen waren seit etwa sieben Jahren nicht mehr bewirtschaftet worden und werden nun wieder mit Wasser versorgt.

Das Projekt schuf 42 direkte Arbeitsplätze. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten in Handwerksbetrieben und für Maschinenführer. Durch die Ausweitung der landwirtschaftlich genutzten Flächen kamen Hunderte weitere Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft hinzu.

Außerdem haben wir die Bevölkerung und die Verantwortlichen der landwirtschaftlichen Vereinigungen im fachgerechten Umgang mit Motoren, Pumpen, Bewässerungskanälen und Rohrleitungen geschult. Dabei vermittelten wir Arbeitsmethoden, die sich von vielen der bisher üblichen traditionellen Verfahren unterscheiden.“

Über die größten Schwierigkeiten während der Umsetzung berichtet Programmkoordinator Yasin al-Badawi:

„Eine der größten Herausforderungen war der ungewöhnlich hohe Wasserstand des Flusses, der deutlich über dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau lag. Deshalb konnten wir den Nebenkanal, der vom Fluss zur landwirtschaftlichen Vereinigung des Dorfes führt, nicht reinigen und entschlammen.

Eine weitere Schwierigkeit war der Mangel an Originalersatzteilen auf dem nächstgelegenen Markt in Raqqa. Wir lösten dieses Problem, indem wir auf weiter entfernte Märkte, beispielsweise in Manbij, auswichen.

Auch die hohen Sommertemperaturen erschwerten die Arbeit. Deshalb gewährten wir den Mitarbeitern während der größten Mittagshitze Ruhepausen und verlegten die Arbeitsstunden auf andere Tageszeiten.“

Insgesamt profitierten 2.300 Landwirte von dem Projekt.