Während unserer Arbeit im Landwirtschaftssektor stellten wir fest, dass die Landwirte in der Region kaum moderne Techniken für den Gemüseanbau im Winter nutzten. Dazu gehören insbesondere Folientunnel mit Tröpfchenbewässerung.
Die Gründe dafür waren vor allem fehlende Fachkenntnisse und die hohen Kosten für die benötigten Materialien wie Eisen und Kunststofffolien.
Deshalb wurde das Projekt zum Bau landwirtschaftlicher Folientunnel ins Leben gerufen. Ziel war es, die Landwirte finanziell und fachlich zu unterstützen und dadurch die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern.
Gleichzeitig sollte der Einsatz von Folientunneln mit Tröpfchenbewässerung gefördert werden, einer Anbaumethode, die in der Region bisher kaum verbreitet war.
Das Projekt sollte außerdem die Lebensgrundlagen der Bevölkerung verbessern und neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen, um die lokale Wirtschaft zu stärken.

Als Projektstandort wurde das Dorf al-Dahla ausgewählt.
Ein wichtiger Grund dafür war der vergleichsweise hohe Anteil an Frauen, die allein für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufkommen mussten.
Zu Beginn untersuchten wir den Bedarf des Projekts und die Verfügbarkeit der notwendigen Materialien auf dem Markt.
Anschließend wurde entschieden, welche Gemüsesorte angebaut werden sollte.
Die Wahl fiel auf Zucchini, da sie sich einerseits für die betreffende Jahreszeit eignen und andererseits einen höheren wirtschaftlichen Ertrag versprechen als andere Gemüsesorten.
Das Projekt sollte das Wissen der Landwirte über den Gemüseanbau in Folientunneln erweitern und den saisonalen Gemüseanbau im Nordosten Syriens fördern.
Ein weiteres Ziel war es, das Einkommen der teilnehmenden Frauen durch die Wiederaufnahme landwirtschaftlicher Tätigkeiten zu verbessern.

Geplant war der Bau von insgesamt 392 landwirtschaftlichen Folientunneln.
Davon sollten 56 Frauen profitieren, die ihre Familien allein versorgen mussten, weil ihre Ehemänner verstorben, verschwunden oder arbeitsunfähig waren.
Jede Teilnehmerin sollte sieben Folientunnel erhalten.
Die vorgesehenen Maße eines Folientunnels betrugen 90 Zentimeter Breite, 15 Meter Länge und 80 Zentimeter.
Ein wichtiger Erfolg des Projekts
Zu den wichtigsten Erfolgen gehörte die Einführung der Tröpfchenbewässerung.
Bei dieser modernen Bewässerungsmethode wird das Wasser gezielt an die Pflanzen abgegeben, wodurch es gleichmäßig verteilt und der Wasserverbrauch reduziert werden kann.
Diese Bewässerungstechnik war im Projektgebiet bisher nicht gebräuchlich.
Die Idee stieß bei der Bevölkerung auf große Zustimmung und ermutigte die Menschen, diese Methode selbst anzuwenden.


