Kriegstrümmer gehören zu den größten Hindernissen für die Rückkehr zum normalen Leben in Städten, die vom Krieg betroffen waren. Sie erschweren den Menschen die Rückkehr in ihre Häuser, beeinträchtigen die Nutzung zahlreicher öffentlicher Einrichtungen und behindern den Wiederaufbau.

In seiner zweiten Phase sieht das Projekt zur Beseitigung von Kriegstrümmern und festen Abfällen in Deir ez-Zor die Räumung von insgesamt 90 öffentlichen Gebäuden in der Region zwischen Abu Hamam und al-Baghuz vor.

Ahmad al-Salem, Koordinator der Trümmerbeseitigung, berichtet über die Arbeiten:

„Die Trümmer stellen eine große Gefahr dar, insbesondere für Kinder, aber auch für Menschen, die in unmittelbarer Nähe zerstörter Gebäude leben.

Während der Räumungsarbeiten stießen wir auf zahlreiche unterschiedliche Kriegsrückstände. Das erschwerte die Arbeiten erheblich, verlängerte ihre Dauer und brachte unsere Mitarbeiter in ernsthafte Gefahr.

Unter den Fundstücken befanden sich Munition und Geschosse verschiedener Art, Sprengstoffgürtel, unterschiedliche Minen und selbst gebaute Sprengsätze.

Außerdem entdeckten wir zahlreiche Schlangen, Skorpione und andere gefährliche Tiere, die zwischen den Trümmern Unterschlupf gefunden hatten.

Hinzu kommt die psychische Belastung der Bevölkerung. Die zerstörten Gebäude erinnern die Menschen immer wieder an den Krieg und das damit verbundene Leid.“

Die für die Stadt al-Shaafa vorgesehenen Räumungsarbeiten wurden abgeschlossen. Die Stadt gehört zu den Gebieten, die besonders schwer von den Kriegszerstörungen betroffen waren.

Die Arbeiten begannen am 20. April 2020 und endeten am 14. Mai 2020.

Dabei wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Clearance of 17 destroyed sites:

  • Four public facilities: the agricultural administration building, the electricity building, the municipal vehicle depot in al-Shaafa, and a water reservoir.
  • 13 schools, seven of which were still being used for some teaching activities despite the destruction.
  • Six of the schools had been completely destroyed.
  • At four schools, various remnants of war were discovered, including ammunition, small arms, rockets, explosive devices, and mines.

A total of 8,990 cubic metres of rubble and construction debris was removed. All the material was reused to fill pits and level damaged roads.

An additional 152 cubic metres of waste was collected and transported to a landfill outside the town.

The quantity of iron recovered was recorded as 8,255. The material was handed over to the relevant municipal authorities and the local education administration.

Über die Wiederverwendung des Bauschutts berichtet Ali al-Hassoun, Leiter des Projekts zur Beseitigung von Kriegstrümmern und festen Abfällen:

„Wir haben uns intensiv mit verschiedenen nachhaltigen Möglichkeiten beschäftigt, um die großen Mengen an Bauschutt innerhalb unseres Projektgebiets zu bewältigen.

Dabei wollten wir eine möglichst umweltfreundliche Lösung finden. Deshalb entschieden wir uns dafür, den Bauschutt innerhalb der betroffenen Gebiete wiederzuverwenden.

Zunächst wurde das Eisen aus den Trümmern geborgen, damit es von den jeweils zuständigen Einrichtungen erneut genutzt werden kann.

Den verbleibenden Bauschutt haben wir zerkleinert und anschließend zum Auffüllen von Gruben und zum Einebnen beschädigter Straßen verwendet.“