Die großen Mengen an Kriegstrümmern gehören zu den schwerwiegendsten Problemen in Deir ez-Zor.

Besonders gefährlich wird die Situation, wenn sich die Trümmer in unmittelbarer Nähe von Orten befinden, an denen sich Kinder aufhalten, insbesondere Schulen.

Aus diesem Grund wurde das Projekt zur Beseitigung von Kriegstrümmern und festen Abfällen ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt standen die Schulen, die trotz der Zerstörungen weiterhin von Kindern besucht wurden.

Während der Projektlaufzeit wurden Trümmer und zerstörte Gebäudeteile an insgesamt 32 Schulstandorten, insbesondere im Bereich der Schulmauern, sowie an fünf weiteren öffentlichen Einrichtungen beseitigt.

Insgesamt wurden 4.745 Kubikmeter Bauschutt geräumt.

Ein großer Teil dieses Materials wurde innerhalb des Projektgebiets wiederverwendet.

Damit konnten Gruben aufgefüllt werden, die eine Gefahr für die Bevölkerung darstellten. Außerdem wurde der Bauschutt zur Instandsetzung unbefestigter Straßen, zur Vorbereitung von Gebäudefundamenten und zur Stabilisierung landwirtschaftlicher Flächen eingesetzt.

Insgesamt wurden 43 Gruben aufgefüllt.

Die Menge des wiederverwendeten Bauschutts betrug 3.990 Kubikmeter.

Das Material wurde außerdem bei den Fundamentarbeiten für sieben Gebäude eingesetzt.

Darüber hinaus wurden drei Straßenabschnitte eingeebnet. Sie waren jeweils fünf Meter breit und 50, 110 beziehungsweise 100 Meter lang.

Dahham al-Abd, Leiter der Schule al-Dschuneina al-Rifiya, die zu den begünstigten Schulen gehörte, berichtet:

„Zu Beginn des Schuljahres haben wir den Unterricht wieder aufgenommen. Doch auf dem Schulgelände lagen zwischen den Trümmern noch Überreste von Sprengstoffen.

Wir hatten ständig Angst, dass es in der Schule zu einer Explosion kommen könnte.

Im Grunde hatten wir nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir schließen die Schule, oder wir setzen den Unterricht trotz unserer Angst fort.

Wir wollten den Unterricht unbedingt fortsetzen, weil es in der gesamten Umgebung keine andere Schule gab, die die Kinder besuchen konnten.

Als das Projekt begann, wurden die zuständigen Sicherheitsstellen informiert. Sie kümmerten sich um die Beseitigung der explosiven Materialien und ihrer Überreste.

Heute ist unser Schulgelände frei von Sprengstoffen und Trümmern.“

Neben den eigentlichen Räumungsarbeiten umfasste das Projekt auch eine Bestandsaufnahme der Kriegsschäden in den betroffenen Ortschaften im östlichen Umland von Deir ez-Zor.

Diese Untersuchung begann am 29. September 2019.

Ursprünglich war vorgesehen, 35 Ortschaften zu erfassen.

Später wurden vier weitere Orte aufgenommen: al-Kaschma, al-Shaafa, al-Susa und al-Baghuz.

In diesen Gemeinden kehrten immer mehr Menschen in ihre Heimatorte zurück. Gleichzeitig befanden sich dort noch große Mengen an Kriegstrümmern und Abfällen.

Deshalb war es notwendig, eine zuverlässige Datengrundlage über die vorhandenen Mengen zu erstellen.

Am Ende umfasste die Bestandsaufnahme 39 Ortschaften.